Die 10 besten Golfplätze in Kanada
Kanada ist eine Golfnation, die international chronisch unterschätzt wird. Das Land ist stolz auf eine lange Golfgeschichte — die Canadian Open ist eines der ältesten nationalen Turniere weltweit — und die Bandbreite der Anlagen reicht von urbritischen Parklandklubs in Ontario und Québec bis zu dramatischen atlantischen Linksplätzen auf Cape Breton Island. In den letzten 20 Jahren haben die Cabot-Anlagen Nova Scotia auf die internationale Golfkarte gesetzt und Kanada als ernstzunehmendes Golfreiseziel etabliert. Die kurze Spielsaison von Mai bis Oktober macht kanadisches Golf zu einer bewussten Wahl — aber einer, die selten bereut wird.
1. Hamilton Golf and Country Club, Ancaster, Ontario
Hamilton in Ancaster, Ontario, wurde von Harry Colt 1916 entworfen und zählt zur Spitzengruppe der Parklandkurse Nordamerikas. Colt nutzte das hügelige Moränengelände und schuf eines seiner wichtigsten Layouts außerhalb Großbritanniens. Hamilton hat mehrmals die Canadian Open ausgetragen und ist bekannt für seinen exzellenten Pflegezustand und seine strategisch anspruchsvollen Grüns. Als privater Club ist der Zugang eingeschränkt, doch das Renommee ist unbestritten. Saison Mai bis Oktober.
2. St. George's Golf and Country Club, Toronto
St. George's, ebenfalls in Ontario, wurde von Stanley Thompson entworfen und eröffnet 1929. Thompson ist der bedeutendste kanadische Golfarchitekt — seine Kurse kombinieren natürliches Geländeverstehen mit einer Freiheit im Design, die seiner amerikanischen Zeitgenossen überlegen war. St. George's hat mehrfach die Canadian Open ausgetragen und gilt als bester Stanley-Thompson-Kurs im Osten des Landes. Privatclub mit eingeschränktem Zugang.
3. Cabot Cliffs, Cape Breton Island
Cabot Cliffs ist seit seiner Eröffnung 2016 zu einer internationalen Golfpilgerstätte geworden. Bill Coore und Ben Crenshaw entwarfen das Layout auf den Klippen der Cabot-Straße auf Cape Breton Island, Nova Scotia. Die Dramatik der Klippen, das kalte Atlantikmeer darunter und die Weite der schottischen Highlands-Landschaft schaffen ein Golferlebnis, das seinesgleichen sucht. Mehrere Löcher laufen direkt am Klippenrand, andere tauchen in Täler und Buchten hinab. Als öffentlich zugänglicher Kurs (mit Resort-Übernachtungen) ist Cabot Cliffs das zugänglichste Weltklasse-Golferlebnis Kanadas.
4. Cabot Links, Inverness, Nova Scotia
Cabot Links eröffnete 2012 als Kanadas erster echter Linksplatz und legte den Grundstein für das Cabot-Resort. Rod Whitman entwarf das Layout im Küstendorf Inverness mit direktem Blick auf den Atlantik und fairen, offenen Bahnen, die von nativem Grasland begrenzt werden. Das Spielgefühl ist britisch-links in der reinsten Form: Windabhängig, rollend, unberechenbar bei Sturm. Das Dorf Inverness selbst ist Teil des Erlebnisses. Öffentlich zugänglich.
5. Highlands Links, Cape Breton
Highlands Links im Cape Breton Highlands National Park wurde 1939 von Stanley Thompson entworfen und gilt als sein Meisterwerk. Der Kurs schlängelt sich durch einen Nationalpark, überquert Flüsse und klettert auf bewaldete Hochplateaus mit Meeresblick. Sein Spitzname "Giants of the Cape Breton Highlands" ist verdient — die langen, dramatischen Bahnen in wilder Natur haben eine majestätische Qualität. Öffentlich zugänglich als Nationalparkanlage zu moderatem Greenfee.
6. National Golf Club of Canada, Woodbridge, Ontario
The National wurde 1974 von George Fazio und seinem Neffen Tom Fazio entworfen und ist eines der härtesten und anspruchsvollsten Privatklubs des Landes. Das schutzlose, offene Layout ohne große Bäume ist ungnädig bei Wind und verlangt präzises Spiel. Als Privatclub mit begrenzter Mitgliedschaft ist der Zugang sehr eingeschränkt, der Ruf jedoch enorm.
7. Banff Springs Golf Course, Alberta
Banff Springs wurde von Stanley Thompson 1928 entworfen und liegt inmitten der kanadischen Rocky Mountains im Banff National Park — die vermutlich dramatischste Gebirgskulisse, in der je Golf gespielt wurde. Der Blick auf Mount Rundle und das Bow Valley macht jede Runde zu einem Panoramaerlebnis. Das Gelände ist hügelig und die Höhenlage sorgt dafür, dass Bälle weiter tragen. Als Resortanlage des Fairmont Banff Springs ist der Kurs für Hotelgäste und Externe zugänglich. Saison Mai bis Oktober.
8. Marine Drive Golf Club, Vancouver
Marine Drive in Vancouver gilt als der renommierteste der British Columbia-Privatklubs. Das baumreiche Parklandlayout direkt am Fraser River bietet ruhige, abwechslungsreiche Bahnen in einer der lebenswertesten Städte der Welt. Der Club hat eine lange Turniertradition und ist Heimat mehrerer BC-Open-Austragungen. Gastspiele über Mitgliedsempfehlung, Saison ganzjährig dank des milden Pazifikklimas.
9. Fairmont Jasper Park Lodge Golf Course, Alberta
Jasper Park Lodge ist Stanley Thompsons zweites Bergmeisterwerk neben Banff Springs — viele halten es sogar für das bessere Layout. Das Gelände im Jasper National Park nutzt Schluchten, Seen und Bergpanorama mit einer Natürlichkeit, die Thompson's Handschrift deutlich trägt. Als Resortanlage des Fairmont ist der Kurs zugänglich. Saison Juni bis September.
10. Shaughnessy Golf and Country Club, Vancouver
Shaughnessy in Vancouver ist einer der ältesten und traditionsreichsten Klubs Westkanadas. Das dicht bewaldete Parklandlayout bietet eine anspruchsvolle Runde in einer üppig begrünten städtischen Umgebung. Shaughnessy hat mehrfach die Canadian Open ausgetragen und ist ein wichtiger Knotenpunkt der westkanadischen Golfkultur. Privatclub, Gastspiele auf Einladung.
Kanadas Golfsaison dauert von Mai bis Oktober, wobei die Atlantikprovinzen und die Küste British Columbias bis in den späten Oktober spielbar bleiben. Die Rocky-Mountain-Kurse schließen früher. Greenfees variieren stark — Highlinds Links als Nationalparkanlage ist erschwinglich, während Cabot Cliffs und die Ontario-Privatklubs sich im gehobenen Preissegment befinden. Alle kanadischen Plätze und viele weitere finden Sie auf der interaktiven Karte.