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Die 10 besten Golfplätze in Georgia

Georgia ist ein kleiner Bundesstaat mit einer überproportional großen Bedeutung in der Golfgeschichte. Wer hier ans Golfen denkt, denkt zunächst an Augusta — und das völlig zu Recht. Aber der Staat bietet weit mehr: von der innerstädtischen Geschichte East Lakes in Atlanta bis zu den prachtvollen Küstenanlagen auf Sea Island. Das subtropische Klima macht Georgia zu einem Golfziel fast das gesamte Jahr hindurch; die Sommer sind heiß und schwül, aber die Frühlings- und Herbstmonate bieten ausgezeichnete Bedingungen. Die Golflandschaft ist eine Mischung aus nationalen Ikonen, historischen Stadtclubs und luxuriösen Küstenresorts — zusammen eine bemerkenswerte Bandbreite für einen einzigen US-Bundesstaat.

1. Augusta National Golf Club, Augusta

Augusta National ist der bekannteste Golfplatz der Welt, und diese Aussage ist keine Übertreibung. Bobby Jones und der schottische Architekt Alister MacKenzie entwarfen das Layout 1933 auf den Gelände einer ehemaligen Baumschule; die breiten, fließenden Fairways und die ungewöhnlich schnellen, hoch konturierten Bermudagras-Grüns sind seither das Markenzeichen des Masters Tournament. Jedes Loch trägt den Namen einer Pflanze: Loch 12 'Golden Bell', ein kurzes Par-3 über den Rae's Creek mit dem schnellsten Grün des Platzes, ist das bekannteste. Loch 13 'Azalea' und Loch 16 'Redbud' vervollständigen die gefürchteten Amen Corner. Augusta National ist ausschließlich für Mitglieder zugänglich; die Öffentlichkeit sieht es ausschließlich während der Masters-Woche im April auf dem Bildschirm oder von den wenigen öffentlichen Schaustandorten aus.

2. East Lake Golf Club, Atlanta

East Lake ist einer der wichtigsten Plätze in der Geschichte des amerikanischen Golfsports — und gleichzeitig eines der ungewöhnlichsten Wiederaufbau-Projekte der Sportgeschichte. Bobby Jones, Georgias größter Golfsohn, lernte auf diesem städtischen Platz in Südostatlanta das Spiel; der Club war ursprünglich 1904 gegründet worden. Nach Jahrzehnten des Verfalls und der Vernachlässigung im von Armut betroffenen Stadtviertel wurde der Platz in den 1990er Jahren von der Tom Cousins Foundation restauriert und hat seitdem die gesamte Nachbarschaft revitalisiert. Das Rees-Jones-redesignte Layout ist Heimat des Tour Championship, dem Saisonfinale der PGA Tour, das seit 2004 hier ausgetragen wird. Halbprivat; Gastgolfer sind an bestimmten Tagen willkommen.

3. Sea Island Golf Club (Seaside Course), Sea Island

Sea Island auf der gleichnamigen Barriereinsel an Georgias Küste beherbergt drei Plätze, von denen der Seaside Course der bekannteste ist. Tom Fazio überarbeitete das originale H.S. Colt-Design; das Ergebnis ist ein ungemein reizvoller Küstenparklandplatz mit Sichtlinien auf den Atlantik, Salzmarschen und alten Lebenseichen. Par 70, rund 6.900 Meter von den langen Abschlägen. Sea Island ist regelmäßig Austragungsort des RSM Classic auf der PGA Tour. Das angeschlossene Luxusresort, The Cloister, macht Sea Island zu einem der besten Golfresorts Nordamerikas. Zugänglich für Hotelgäste.

4. Ocean Forest Golf Club, Sea Island

Ocean Forest liegt ebenfalls auf Sea Island und ist noch exklusiver als sein Nachbar Seaside. Rees Jones entwarf den Platz 1995 auf einem atemberaubenden Küstenstreifen; er gilt als einer der schönsten Plätze Georgias und war Austragungsort des Walker Cup 2001 sowie des Presidents Cup. Die natürlichen Dünen, die tief verwurzelten Lebenseichen und die ständige Meeresbrise machen jeden Schlag zu einem ernsthaften Test. Hoch-Handicapper sollten dies beachten: Dieser Platz verzeiht wenig. Ausschließlich für Mitglieder und deren Gäste zugänglich.

5. Peachtree Golf Club, Atlanta

Peachtree ist eines der selten diskutierten, aber sehr gut unter Kennern bekannten Großstadt-Juwele Atlantas. Robert Trent Jones Sr. und Bobby Jones entwarfen das Layout 1948 gemeinsam — eine einzigartige Partnerschaft. Das Parklanddesign nutzt die hügelige Topographie Atlantas für dramatische Elevation-Wechsel, die für einen Stadtplatz außergewöhnlich sind. Die Fairways sind gut konturiert, die Bunker klassisch amerikanisch platziert. Peachtree ist ein sehr privater Mitgliederclub; für Außenstehende nahezu unzugänglich, was seinen Legendenstatus nur steigert.

6. Atlanta Country Club, Marietta

Der Atlanta Country Club nördlich von Atlanta war mehrfach Austragungsort der BellSouth Classic auf der PGA Tour und gehört zu den etabliertesten Stadtclubs des Bundesstaates. Das George-Cobb-Design aus den 1960er Jahren ist ein klassisches südliches Parklandlayout: weiche Bermudagras-Fairways, alte Hartholzbäume, gute Sichtlinien. Par 72, rund 7.200 Meter. Das Klima Georgias ermöglicht eine lange Saison; der Club ist von März bis November in bester Verfassung. Mitgliederclub mit gelegentlichem Gastspielrecht.

7. Reynolds Lake Oconee (Great Waters Course), Greensboro

Reynolds Lake Oconee ist Georgias erfolgreichster Golfresort, mit mehreren Plätzen rund um den Lake Oconee in der Piedmont-Region. Der Great Waters Course von Jack Nicklaus gilt als der beste auf dem Campus: Das Par-72-Layout nutzt den langen Seeufer für sieben direkte Wasserlöcher, wobei die letzten vier — 'The Stretch' genannt — besonders eindrucksvoll sind. Das 15. Loch, ein langes Par-3 über eine Meeresbucht, verlangt absolute Präzision. Reynolds Lake Oconee ist ein öffentliches Resort mit mehreren Übernachtungsoptionen; ideal für Gruppen.

8. Savannah Golf Club, Savannah

Savannah Golf Club ist der älteste Golfclub in den Vereinigten Staaten, gegründet 1794 — ursprünglich als Cricket Club, der nach dem Bürgerkrieg zum Golf überging. Das heutige Layout ist charmant und historisch; es spielt sich auf rund 6.600 Meter durch alten Baumbestand im Süden Georgias. Für Golfarchitektur-Historiker ist ein Besuch obligatorisch, auch wenn der Platz keinen Weltklasse-Status hat. Die Atmosphäre des alten Südstaaten-Clubs ist unvergleichlich. Halbprivat; Gastgolfer sind willkommen.

9. Augusta Country Club, Augusta

Direkt angrenzend an Augusta National liegt der Augusta Country Club — ein älteres, weniger bekanntes Layout, das seit 1899 besteht und den Reiz eines klassischen Georgia-Stadtclubs bewahrt hat. Das Layout ist deutlich weniger spektakulär als sein weltberühmter Nachbar, aber für Golfer, die in Augusta weilen und einen Einblick in das alltägliche Vereinsgolfen der Region suchen, wertvoll. Par 71, rund 6.400 Meter. Privatclub; Gastspiele möglich über Mitgliederbegleitung.

10. Cuscowilla Golf Course, Eatonton

Cuscowilla, ebenfalls an Lake Oconee gelegen, wurde von Bill Coore und Ben Crenshaw entworfen — zwei der klügsten Golfarchitekten der aktuellen Generation. Das Par-72-Layout zeichnet sich durch natürliche Fairway-Formgebung, minimalistische Bunker und Grüns aus, die die natürliche Topographie des Geländes widerspiegeln. Cuscowilla ist bekannt für seinen entspannten, zurückhaltenden Charakter: kein Lärm, keine Überinszenierung, nur gutes Golf. Privatclub; Gastgolfer können über Mitgliederempfehlung spielen.

Praktische Hinweise

Georgia ist von Februar bis Mai und September bis November das beste Golfziel; im Sommer sind Hitze und Luftfeuchtigkeit erheblich. Augusta National ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich; das Masters-Turnier findet Anfang April statt. Sea Island und Reynolds Lake Oconee sind die zugänglichsten Topanlagen des Bundesstaates und ideal für ein Wochenend-Trip. Greenfees auf Resortplätzen liegen zwischen 150 und 300 US-Dollar. Die interaktive Karte gibt einen vollständigen Überblick aller Golfanlagen in Georgia und hilft bei der Routenplanung zwischen Atlanta, Augusta und der Küste.