Die 10 besten Golfplätze in Nevada
Nevada ist das Paradoxon des amerikanischen Golfs: ein Wüstenstaat mit einigen der teuersten und spektakulärsten Plätze der Welt. Las Vegas hat in den letzten drei Jahrzehnten massiv in Golf investiert — als Ergänzung zur Casinokultur, als Hochzeitsziel und als eigenständige Sportattraktion. Die Plätze sind oft von einer fast unwirklichen Üppigkeit: sattgrüne Fairways inmitten roter Felslandschaften, mit Wasser, das aus der Mojave-Wüste herausgelockt wurde. Im Norden, am Lake Tahoe, findet man einen ganz anderen Golfcharakter — alpiner, ruhiger, und seit Jahren Gastgeber des American Century Championship-Promi-Turniers. Öffnen Sie die Karte, um alle Nevada-Plätze im Überblick zu sehen.
1. Shadow Creek Golf Course, North Las Vegas
Shadow Creek ist das teuerste und abgeschlossenste Golf-Erlebnis in Nevada. Steve Wynn ließ es 1989 von Tom Fazio in der flachen Wüste nördlich von Las Vegas buchstäblich erfinden: Fazio ließ Millionen Tonnen Erde verschieben, Tausende ausgewachsene Bäume einpflanzen und einen Bachlauf konstruieren, der den Kurs durchzieht. Das Ergebnis ist ein Waldkurs von surrealer Schönheit inmitten der Mojave. Nur MGM-Hotelgäste dürfen buchen, und die Transfers erfolgen per Limousine; die Green Fee übersteigt 500 Dollar. Shadow Creek ist kein öffentlicher Platz im herkömmlichen Sinne, aber technisch für Hotelgäste erreichbar. Turniererfahrung: Tiger Woods und Phil Mickelson spielten hier ihren berühmten TV-Match 2018.
2. Wolf Creek Golf Club, Mesquite
Wolf Creek liegt drei Stunden nördlich von Las Vegas nahe der Utah-Grenze und gilt weithin als einer der malerischsten Golfplätze in den USA. Dennis Rider gestaltete 2000 einen Kurs, der sich um rote Sandsteinklippen und Canyons windet; einige Tee-Boxen sind von Felsnadeln umgeben, die Abschläge erfolgen über tiefe Schluchten. Die Topografie macht Wolf Creek zu einer der physisch herausfordernden Runden in Nevada: erhebliche Höhenunterschiede und starke Hanglagen. Öffentlich zugänglich; Green Fees sind deutlich niedriger als Shadow Creek, aber noch im Premium-Bereich. Golf Digest hat Wolf Creek wiederholt unter die besten öffentlichen Plätze der USA gewählt.
3. Cascata Golf Club, Boulder City
Cascata — italienisch für 'Wasserfall' — erklärt sich beim ersten Anblick von selbst. Rees Jones entwarf 2000 einen Kurs am Rand des Hügellandes südlich von Las Vegas, der um einen 22 Meter hohen Wasserfall gebaut ist; das Wasser kaskadiert durch das Gelände und speist mehrere Teiche und Bäche entlang der Fairways. Die Architektur ist offen mediterran inspiriert: ein Clubhaus im toskanischen Stil, Marmorfliesen, Zitrusplantagen. Technisch ist Cascata anspruchsvoll: schmale Landezonen, tiefe Bunker und vertikale Grüns. Zugang über Caesars-Gruppe-Hotels; sehr exklusive und teure Green Fees.
4. Edgewood Tahoe Golf Course, Stateline
Edgewood Tahoe liegt direkt am südlichen Ufer des Lake Tahoe, 1.900 Meter über dem Meeresspiegel, mit den Sierra-Nevada-Gipfeln als Hintergrund. George Fazio entwarf 1968 einen Parklandkurs, den Johnny Miller als einen seiner Lieblingsplätze bezeichnete. Edgewood Tahoe ist der Gastgeber des American Century Championship — des berühmtesten Promi-Golfturniers der Welt, das seit 1990 jährlich ausgetragen wird. Der Kurs ist für die Öffentlichkeit zugänglich; die Saison ist kurz (Juni bis Oktober), da Schnee und Frost den Betrieb einschränken. Geburtsort unzähliger Erinnerungen an Charles Barkley-Schwünge und Michael Jordan-Runden.
5. TPC Las Vegas, Las Vegas
TPC Las Vegas liegt im Summerlin-Viertel am westlichen Stadtrand und ist seit Jahren festes Mitglied der PGA Tour-Gastgeber-Rota. Bobby Weed und Raymond Floyd entwarfen den Kurs 1996 auf einem Hochplateau über der Stadt; klare Tage erlauben Blicke über die gesamte Las-Vegas-Skyline. Als TPC-Kurs ist er öffentlich zugänglich; Green Fees sind moderat für Nevada-Verhältnisse. Das Gelände ist Wüstenlandschaft pur: keine künstlich angepflanzten Bäume, Wüstensträucher säumen die Rough-Zonen, und rotes Geröll markiert die Out-of-Bounds-Grenzen.
6. Reflection Bay Golf Club, Henderson
Reflection Bay, entworfen von Jack Nicklaus 1998 am Lake Las Vegas, ist einer der wenigen Golfplätze der Region, der direkt am Wasser liegt — einem künstlichen See im Henderson-Vorort. Die letzte Runde bietet ein Par-3 mit Abschlag über eine Bucht des Sees; ein dramatisches Loch mit Blick auf das mediterrane Ferienresort am gegenüberliegenden Ufer. Der Platz ist derzeit öffentlich zugänglich und gilt als preiswerter Einstieg in das Las-Vegas-Golfgeschäft; Green Fees unter 100 Dollar sind möglich.
7. Las Vegas Paiute Golf Resort (Wolf/Snow Mountain/Sun Mountain), Las Vegas
Das Las Vegas Paiute Golf Resort bietet drei 18-Loch-Kurse auf dem Gelände des Paiute Indian Tribe nördlich der Stadt: Wolf, Snow Mountain und Sun Mountain, alle von Pete Dye entworfen. Snow Mountain gilt als der anspruchsvollste der drei; Sun Mountain als der zugänglichste. Das Gelände liegt im Hochplateau auf etwa 1.100 Metern und bietet Blicke auf die Spring Mountains. Öffentlich zugänglich; drei Runden an einem verlängerten Wochenende sind hier realisierbar. Hervorragendes Preisleistungsverhältnis für das Las-Vegas-Gebiet.
8. Wynn Golf Club, Las Vegas
Das Wynn-Resort am Strip verfügt über einen 18-Loch-Kurs direkt im Stadtgebiet — ein kaum glaubliches Stück Land im teuersten Realestate-Gebiet Nevadas. Tom Fazio entwarf eine Art Waldoase mit künstlichen Wasserläufen und dichtem Gehölz; der Kurs ist topografisch fast eben, aber die Gestaltung erzeugt durch Vegetation und Wasserhindernisse überzeugenden Raumwert. Nur für Wynn-Hotelgäste; die Green Fee ist entsprechend hoch. Wer in Las Vegas übernachtet und einen Tee-Time will, ohne die Stadt zu verlassen, kommt hier am nächsten.
9. Dragon Ridge Country Club, Henderson
Dragon Ridge liegt hoch in den McCullough Range-Bergen südöstlich von Las Vegas mit einem der besten Panoramablicke, die ein Golfplatz in Nevada bieten kann: die gesamte Las-Vegas-Metropolitanregion liegt einem zu Füßen. Der private Club ist zurückhaltend mit öffentlichen Buchungen, aber durch Gegenseitigkeitsvereinbarungen mancher Resorts erreichbar. Dick Wilson entwarf den ursprünglichen Kurs; Umbauten haben die Anlage erweitert. Besonders beeindruckend ist das Abendgolfspiel, wenn die Lichter von Las Vegas beginnen, die Wüste zu illuminieren.
10. Primm Valley Golf Club (Desert/Lakes), Primm
Primm Valley liegt an der Nevada-Kalifornien-Grenze und bietet zwei Kurse: 'Desert', von Tom Fazio für extreme Wüstengolfästhetik entworfen, und 'Lakes', von Tom Fazio Jr. als wasserreiche Ergänzung konzipiert. Desert gilt als der bessere der beiden — red-rock-canyon-Kulisse, weite Fairways mit sorgfältig platzierten Wüstenbunkern. Das Resort liegt direkt an der I-15, dem Highway Las Vegas–Los Angeles; viele Spieler kombinieren eine Runde hier mit der Hinfahrt zur Stadt. Öffentlich zugänglich; im Sommer sehr heiß, daher Frühmorgen-Tee-Times empfohlen.
Saison, Anreise und Greenfees
Die beste Golfsaison in Nevada sind September bis November und März bis Mai; der Sommer bringt extreme Hitze (über 40°C in Las Vegas), die frühe Morgen-Tee-Times erfordert. Lake Tahoe hat eine Alpine-Saison von Juni bis Oktober. Harry Reid International Airport in Las Vegas ist einer der meistfrequentierten Flughäfen der USA. Green Fees variieren von unter 50 Dollar für städtische Plätze bis über 500 Dollar für Shadow Creek; das mittlere Segment liegt bei 100–200 Dollar für qualitativ hochwertige öffentliche Plätze. Karte öffnen und alle Nevada-Plätze erkunden.