Die 10 besten Golfplätze in Bermuda
Bermuda ist ein Golfarchipel im wahrsten Sinne des Wortes. Auf einem schmalen Korallenriff mitten im Nordatlantik, nur 900 Kilometer östlich der nordamerikanischen Küste, wurden mehr als ein Dutzend Golfplätze angelegt — eine außergewöhnlich hohe Dichte für eine Inselgruppe dieser Größe. Golf hat in Bermuda eine lange Geschichte: Der erste Kurs entstand bereits 1897, und seither ist das Spielen inmitten von Atlantikblau, Hibiskusgärten und Korallenfelsen zu einem festen Bestandteil der Inselidentität geworden. Die beste Spielzeit liegt zwischen Oktober und Mai; der bermudianische Sommer ist zwar warm, aber gut bespielbar.
1. Port Royal Golf Course, Southampton
Port Royal ist Bermudas berühmtester öffentlich zugänglicher Golfplatz und regelmäßig Austragungsort des PGA Tour-Turniers Bermuda Championship. Robert Trent Jones Sr. entwarf den Kurs 1970 als öffentliche Anlage für die Einheimischen — eine in der Privatclub-dominierten Golfwelt Bermudas seltene Geste. Par 71, rund 6.840 Yards. Das 16. Loch ist Bermudas bekanntestes Golfloch: eine Par 3 auf einem Vorsprung über dem Atlantik, der Abschlag über eine Klippe auf ein Grün am Rand des offenen Ozeans. Die Meeresbrise bestimmt den Schlagweg an fast jedem Loch. Öffentlich buchbar, Greenfees im gehobenen Bereich.
2. Mid Ocean Club, Tucker's Town
Der Mid Ocean Club gilt als einer der zehn besten Golfplätze der Welt und ist Bermudas konsequentester Privatclub. Charles Blair Macdonald entwarf das Layout 1921 — mit Unterstützung von Seth Raynor, dessen Fingerabdruck in den template holes unverkennbar ist. Par 71, rund 6.500 Yards. Die Kombination aus Atlantikküste, Korallenteichen, steilem Terrain und tiefen Kiesbunkern macht den Mid Ocean zu einer einzigartigen Erfahrung. Zu den prominenten Gästen zählten Winston Churchill und Babe Ruth. Zugang ausschließlich über Mitglieder; keine öffentlichen Teezeiten.
3. Tucker's Point Golf Club, Hamilton Parish
Tucker's Point liegt auf dem östlichen Hügel über Castle Harbour und bietet einige der dramatischsten Meeresblicke Bermudas. Der Kurs entstand auf dem Gelände des historischen Castle Harbour Golf Club und wurde 2002 von Roger Rulewich komplett neu gestaltet. Par 70, rund 6.000 Yards. Das vergleichsweise kompakte Layout täuscht: Die engen, hügeligen Fairways, der ständige Wind und die kleinen, schnellen Grüns verlangen präzises Spiel. Tucker's Point ist ein Luxusresort; der Kurs ist für Hotelgäste und Vereinsmitglieder zugänglich.
4. Belmont Hills Golf Club, Warwick
Belmont Hills ist einer der älteren Golfplätze Bermudas, der mehrfach renoviert wurde. Das Layout liegt im mittleren Teil der Insel und bietet weniger Direktblick auf den Ozean als Port Royal oder Mid Ocean, aber ein technisch interessantes Hügelgelände. Par 70, rund 5.600 Yards. Der Kurs ist für Gäste zugänglich und ein vernünftiger Kompromiss zwischen Qualität und Preis für Bermuda-Besucher, die mehrere Runden spielen möchten.
5. Bermuda Golf Academy, Southampton
Die Bermuda Golf Academy ist keine vollwertige Golfspielbahn, sondern eine der besten Übungsanlagen Bermudas mit Driving Range, Kurzspielbereich und Flutlicht. Für Golfer, die die Nachmittagsstunden auf der Insel nutzen möchten, ohne eine vollständige Runde zu spielen, ist die Academy eine wertvolle Anlaufstelle. Unterrichtsprogramme sind über ortsansässige Profis buchbar.
6. Ocean View Golf Club, Devonshire
Ocean View ist einer der weniger bekannten 9-Loch-Kurse Bermudas, bietet aber hervorragende Aussichten über den Nordatlantik und günstigere Spielgebühren als die großen 18-Loch-Anlagen. Das Layout ist kompakt, hat aber seinen ganz eigenen Charme durch die Mischung aus bermudianischer Vegetation und Ozeanpanorama.
7. Riddells Bay Golf and Country Club
Riddells Bay war einst Bermudas exklusivster Privatclub auf einer schmalen Halbinsel im Riddells Bay. Der Kurs ist heute nicht mehr in Betrieb, hat aber jahrzehntelang die Geschichte des bermudianischen Golfs geprägt. Er gilt als eine der schönsten Golfanlagen, die je auf Bermuda gebaut wurden.
8. St. George's Golf Club, St. George's Parish
Der St. George's Golf Club im historischen UNESCO-Weltkulturerbeort St. George's bietet Golfgeschichte auf engem Raum. Der kompakte Kurs liegt auf dem nordöstlichen Teil der Insel und ist öffentlich zugänglich. Das Layout ist kürzer als die großen Meisterschaftsanlagen, bietet aber den authentischen bermudianischen Dorfcharakter.
9. Horizons Golf Course (historisch)
Mehrere Boutique-Hotels auf Bermuda haben im Laufe der Jahrzehnte private Kurzplatzkurse betrieben. Horizons und ähnliche Resort-Kurzanlagen aus der Blütezeit des bermudianischen Tourismus in den 1950er bis 1970er Jahren spiegeln die einst außergewöhnliche Golfinfrastruktur der Insel wider, als Bermuda ein favorisiertes Ziel für wohlhabende Nordamerikaner war.
10. Fairmont Southampton Golf Club
Das Fairmont Southampton Hotel betreibt eine gepflegte 18-Loch-Kurzplatznanlage am Hügel über dem Atlantik. Par 3 von durchschnittlich 100 bis 150 Yards, mit Meerblick auf mehreren Löchern. Obwohl kein vollwertiger Meisterschaftskurs, bietet der Fairmont-Kurzplatz ein unterhaltsames und fotografisch reizvolles Golferlebnis für Hotelgäste und Tagestouristen.
Bermuda ist ein Ganzjahresziel, wobei Oktober bis April die angenehmsten Golftage bringen. Die Insel ist teuer: Greenfees bei Port Royal liegen um 175 US-Dollar; private Clubs sind für Gäste kaum zugänglich. Flüge aus Europa erreichen den L.F. Wade International Airport in zwei bis drei Stunden Transferzeit zu den Hauptplätzen. Alle Golfplätze Bermudas lassen sich auf der interaktiven Karte erkunden: Karte öffnen.