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Die 10 besten Golfplätze in Washington State

Washington State ist ein Land der Gegensätze, und dieser Kontrast prägt auch seine Golflandschaft. Westlich der Cascade Mountains dominiert das üppige, regennasse Pazifik-Klima; die Plätze sind dunkelgrün, von Nadelbäumen gesäumt, und Regen ist kein Gast, sondern Stammgast. Östlich der Cascades ändert sich alles: Die Halbwüste des Columbia Plateaus bietet festes, schnelles Fairway-Golf unter weitem Himmel mit langen sonnigen Sommern. Dazwischen liegt mit Chambers Bay ein Meisterschaftsplatz von Weltklasse, der 2015 bewiesen hat, dass Washington zur absoluten Weltelite gehört.

1. Chambers Bay, University Place

Chambers Bay am südlichen Zipfel des Puget Sound ist die jüngste und bekannteste Golfanlage Washington States. Der von Robert Trent Jones Jr. entworfene Linksplatz auf dem Gelände einer ehemaligen Sandgrube eröffnete 2007 und richtete bereits 2010 die US Amateur Championship und 2015 die US Open aus — die erste auf dem Festland jenseits der traditionellen Ostküsten-Hochburgen. Das Layout ist links in seiner reinsten Form: weite, fescuegrasbedeckte Fairways, keine Bäume, Wind vom Puget Sound und Sicht auf den Mount Rainier bei klarem Wetter. Das umstrittene 18. Loch mit seinem steilen Abhang zum Wasser ist eines der spektakulärsten Schlusslöcher in ganz Amerika. Der Platz ist öffentlich und der einzige kommunale US-Open-Austragungsort der Geschichte.

2. Sahalee Country Club, Sammamish

Sahalee liegt in den dichten Douglas-Fir-Wäldern östlich von Seattle, und sein Name — nach Chinook-Sprache 'heiliger Ort hoch oben' — beschreibt die Atmosphäre treffend. Das 1969 von Ted Robinson entworfene Layout ist ein Tunnel-Golf-Erlebnis der besonderen Art: Fairways sind schmal wie Flussläufe zwischen 50 Meter hohen Bäumen, und die Rough-Strafe ist sofort und brutal. Sahalee hat die PGA Championship 1998 (Mark O'Meara, nein — tatsächlich Vijay Singh gewann 1998 die PGA in Sahalee), die World Golf Championships und mehrere US Amateur-Turniere ausgetragen. Es ist ein tief privater Club; Gastspiele sind nur über Mitgliedereinladung möglich.

3. Gamble Sands, Brewster

Gamble Sands ist das Überraschungspaket der nordwestamerikanischen Golfszene. Der von David McLay Kidd entworfene Öffentlichkeitsplatz im Okanagan-Tal Washingtons, umgeben von Apfelobstgärten und Weinbergen, öffnete 2014 und wurde sofort als einer der besten öffentlich zugänglichen Plätze Amerikas gefeiert. Das Fescue-Links-Design auf nativem Sand und Gras ahmt die große schottische Tradition nach: breite Fairways, wilde Naturrasen, keine Bewässerung jenseits des Grüns, und ein unwiderstehlicher Spielfluss, der schnelle Runden und freigeistiges Shot-Making belohnt. Das Resort ist resort-freundlich ausgebaut und bietet Lodge-Unterkunft direkt am Platz.

4. Aldarra Golf Club, Fall City

Aldarra liegt in den Vorbergen der Cascades östlich von Seattle und wird allgemein als der beste Privatplatz des Bundesstaates gehandelt. Das von Tom Fazio entworfene Layout eröffnete 2001 auf einem bemerkenswerten Grundstück mit ausgeprägtem Geländerelief, alten Gehölzen und mehreren Wasserarmen. Die Qualität der Platzbedingungen ist konstant exzellent; die Greens zählen zu den schnellsten und reinsten der Region. Aldarra empfängt ausgewählte nationale Amateurturniere und bleibt ansonsten seinen Mitgliedern vorbehalten.

5. Wine Valley Golf Club, Walla Walla

Walla Walla ist für seinen Wein weltberühmt; sein Golfplatz ist ein best-kept secret der amerikanischen Golfszene. Wine Valley, entworfen von Dan Hixson und 2009 eröffnet, spielt über offenes Weizenland mit Blick auf die Blue Mountains. Das Design nutzt das natürliche Hügelgelände mit breiten Fescue-Fairways und elegant geformten Grüns-Komplexen. Mehrere Rankinglisten haben Wine Valley als besten öffentlichen Platz des Pazifischen Nordwestens geführt. Eine Kombination von Weinprobe und Golf ist hier praktisch unvermeidlich.

6. Circling Raven Golf Club, Worley (Idaho-Grenze)

Knapp jenseits der Grenze zu Idaho, aber für Washington-Golfer ein selbstverständliches Ausflugsziel, ist Circling Raven auf dem Coeur d'Alene Indian Reservation ein 18-Loch-Meisterschaftsplatz, der von Gene Bates entworfen wurde. Das Layout schlängelt sich durch einen dichten Kiefernwald mit natürlichen Wiesen und bietet 7.189 Yards vom Meisterschafts-Tee. Der Platz ist Resort-angebunden und öffentlich zugänglich — ein ausgezeichnetes Qualitätsniveau für ein moderates Grüngebühr.

7. The Golf Club at Newcastle (Coal Creek Course), Newcastle

Auf einem Bergrücken südöstlich von Seattle gelegen, bietet der Coal Creek Course des Golf Club at Newcastle eine der atemberaubendsten Aussichten im gesamten pazifischen Nordwesten: bei klarem Wetter sieht man gleichzeitig Mount Rainier, den Puget Sound und die Seattle-Skyline. Das von Robert Cupp entworfene Layout ist technisch anspruchsvoll mit engen Fairways und stark bewegten Grüns. Der Platz ist öffentlich zugänglich und eine der begehrtesten Tee-Time-Optionen im Großraum Seattle.

8. Broadmoor Golf Club, Seattle

Broadmoor ist Seattles ältester und traditionsreichster Privatclub, 1927 auf der Capitol Hill Peninsula gegründet. Das 18-Loch-Parkland-Layout hat sich unter mehreren Renovierungen seine historische Integrität bewahrt; reifer Baumbestand aus Eichen und Zedern gibt dem Platz eine Würde, die neuen Anlagen fehlt. Broadmoor ist Austragungsort mehrerer Washington State Golf Association-Turniere und bleibt einer der gesellschaftlichen Mittelpunkte Seattles.

9. Semiahmoo Golf and Country Club, Blaine

Nahe der kanadischen Grenze in Blaine liegt Semiahmoo — ein Resort-Club mit 27 Löchern in der Nähe des Semiahmoo Bay. Der von Arnold Palmer Design entworfene Kurs verläuft durch Feuchtgebiete, Kiefernwälder und entlang von Gezeitenkanälen; die Vogelwelt hier ist außergewöhnlich. Resort- und externe Spieler werden aufgenommen; der Kurs ist ein beliebtes Ziel für Vancouver-Golfer auf der US-Seite der Grenze.

10. Indian Summer Golf and Country Club, Olympia

Indian Summer ist ein ausgezeichneter Semi-Privatclub nahe der Staatshauptstadt Olympia, entworfen von John Fought und seit 1986 einer der beständigsten Plätze in der Region. Das Layout nutzt das sanfte Waldgelände der South-Puget-Sound-Region mit sauber geformten Fairways und reaktionsschnellen Grüns. Mehrfacher Gastgeber der Washington Open, ist Indian Summer unter professionellen Spielern der Region bestens bekannt.

Praktische Hinweise

Die Golfsaison in Western Washington läuft das ganze Jahr, allerdings mit erheblicher Regenhäufigkeit von Oktober bis April. Eastern Washington bietet kurze, aber intensive Golfsommer von Mai bis Oktober, mit heißen und trockenen Bedingungen, die festes, schnelles Spiel garantieren. Chambers Bay und Gamble Sands sind von jeder Seite des Staates erreichbar und am einfachsten online zu buchen. Wer die Privatclubs der Eastside Seattles erleben möchte, braucht eine Mitgliedereinladung oder eine Hotelanbindung. Die Karte öffnen, um alle Plätze Washington States geografisch zu erkunden.