Die 10 besten Golfplätze in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Golf in der Wüste
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben in weniger als vier Jahrzehnten eine der dichtesten Konzentrationen an hochklassigen Golfanlagen der Welt aufgebaut. Was als Kuriosum begann — Golfspielen im Wüstenklima — ist zu einem ernsthaften Golfmarkt mit internationalen Championshipturnieren, Designern wie Jack Nicklaus, Greg Norman und Ernie Els sowie Resorts geworden, die mit den besten der Welt konkurrieren. Die DP World Tour veranstaltet jedes Jahr mehrere Turniere in der Region, und das Emirat Dubai hat sich als internationaler Golftourismushub etabliert. Die beste Golfzeit ist von Oktober bis April, wenn Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad herrschen. Der Sommer ist für Golf zu heiß; die meisten Clubanlagen reduzieren dann ihren Betrieb erheblich.
1. Emirates Golf Club (Majlis Course), Dubai
Der Emirates Golf Club war der erste Gras-Golfplatz im Nahen Osten, eröffnet 1988. Karl Litten entwarf den Majlis Course auf par 72, rund 7.000 Meter von den Profitees. Der Platz liegt im Herzen von New Dubai, umgeben von Wolkenkratzern der Sheikh-Zayed-Road — ein visueller Kontrast, der nirgendwo sonst auf der Welt so prägnant zu erleben ist. Majlis bedeutet auf Arabisch 'Versammlungsort', und die charakteristischen beduinenzeltartigen Clubhäuser sind Teil des Markenzeichens des Clubs. Der Kurs ist Gastgeber des Dubai Desert Classic und war es jahrzehntelang; Tiger Woods gewann hier mehrfach. Öffentlich zugänglich, Buchung empfohlen.
2. Jumeirah Golf Estates (Earth Course), Dubai
Earth wurde von Greg Norman entworfen und 2009 eröffnet; er ist einer von vier geplanten Kursen auf dem Jumeirah Golf Estates-Gelände, von denen Earth und Fire fertiggestellt wurden. Par 72, rund 7.700 Meter von den hinteren Abschlägen — einer der längsten Standardkurse der Region. Das Design nutzt das organisch angelegte Gelände mit Wasserläufen, Bäumen und Sandflächen. Earth ist seit 2009 Gastgeber des DP World Tour Championship, des Saisonfinales der DP World Tour — eines der bedeutendsten Turniere im europäischen Profigolf. Mitglieder und Gäste; externe Buchungen möglich.
3. Dubai Creek Golf & Yacht Club
Dubai Creek liegt direkt am historischen Dubai Creek und wurde von Thomas Bjorn (dem Architekten, nicht dem Ryder-Cup-Kapitän) entworfen; später behutsam weiterentwickelt. Par 71, rund 6.300 Meter. Der Kurs bietet eine einzigartige Kulisse: die Skyline von Deira und Bur Dubai auf der einen, das glitzernde Yachtclub-Hafenbecken auf der anderen Seite. Mehrere Löcher verlaufen direkt am Wasser. Dubai Creek hat den Dubai Desert Classic mitausgetragen und ist eine der ikonischsten Golfadressen in der Stadt. Öffentlich zugänglich über das Hotel-Resortangebot.
4. Yas Links, Abu Dhabi
Yas Links wurde 2010 von Kyle Phillips entworfen und ist das erste echte Linksgolf-Design im Mittleren Osten — zumindest im konzeptionellen Sinne. Der Kurs liegt auf Yas Island nahe dem Formel-1-Rennkurs Abu Dhabi und erstreckt sich entlang des Arabischen Golfs. Par 72, rund 7.400 Meter. Phillips nutzte das flache Küstengelände mit Sanddünen, natürlichem Grassand und offenen Fairways, um eine Spielerfahrung zu schaffen, die an schottische Linksplätze erinnert. Yas Links hat Abu Dhabi HSBC Championship ausgetragen, ein Turnier der DP World Tour. Für externe Spieler buchbar.
5. Abu Dhabi Golf Club (National Course)
Der Abu Dhabi Golf Club ist das flaggschiff der Golfszene der Hauptstadt, entworfen von Peter Harradine. Der Kurs liegt im Süden von Abu Dhabi und bietet das klassische 'grüne Oase in der Wüste'-Design: üppig bewässerte Fairways in einer sandigen Umgebung, gesäumt von Palmen. Par 72, rund 7.300 Meter. Das Abu Dhabi HSBC Championship wurde hier jahrelang ausgetragen, bevor es nach Yas Links wechselte. Der Kurs ist bekannt für die markante Falkenstruktur des Clubhauses, eines der erkennbarsten Gebäude im Golf der Golfregion. Öffentlich zugänglich.
6. Al Hamra Golf Club, Ras Al Khaimah
Al Hamra liegt im Emirat Ras Al Khaimah nördlich von Dubai und wurde von Peter Harradine entworfen. Par 72, rund 7.000 Meter. Der Platz verläuft entlang der Küste des Arabischen Golfs und durch Mangrovensümpfe, was ihm einen naturnahen, fast wetlandartigen Charakter verleiht, der im Kontrast zu den gepflegten Innenstadtkursen von Dubai steht. Al Hamra ist für seine Biodiversität bekannt: Flamingos und verschiedene Zugvögel nutzen die Mangrovenzonen, die mehrere Löcher flankieren. Für externe Spieler zugänglich; Teil eines Wohnresorts.
7. Al Badia Golf Resort, Dubai Festival City
Al Badia wurde von Robert Trent Jones Jr. entworfen und liegt im Dubai Festival City-Komplex am Dubai Creek, nahe dem IKEA-Einkaufszentrum — eine geografische Kombination, die typisch für das moderne Dubai ist. Par 72, rund 7.100 Meter. Der Kurs ist parklandartig und nutzt zahlreiche Wasserelemente entlang des Creeks. Al Badia ist für seine gut zugängliche Lage und moderateren Greenfees im Vergleich zu Majlis oder Jumeirah Golf Estates bekannt. Für externe Spieler buchbar, gute Infrastruktur für Unternehmensturniere.
8. The Track Meydan Golf, Dubai
The Track am Meydan-Rennkurs ist ein 9-Loch-Kurs par 36, der 2013 eröffnet wurde und eine einzigartige Lage hat: Die Fairways verlaufen direkt neben der berühmten Meydan-Pferderennbahn. Der Kurs ist kompakt, flach und für ein breites Publikum gestaltet — Anfänger und Gelegenheitsspieler sind genauso willkommen wie ernsthafte Spieler. Das Clubhaus ist Teil des Meydan Hotel-Komplexes. Eine Flutlichtoption ermöglicht Abendgolf, was in den Sommermonaten relevant ist. Öffentlich zugänglich, moderate Greenfees.
9. Sharjah Wanderers Golf Club
Der Sharjah Wanderers Golf Club ist ein traditioneller Club britischer Herkunft — 1971 von expatriates gegründet — und einer der ältesten Clubs in den Emiraten. Der Kurs ist ein 9-Loch-Layout (zweimal gespielt für 18 Löcher) par 72, rund 5.600 Meter. Das Gelände ist kompakter als die Großanlagen in Dubai und Abu Dhabi, und der Club hat eine entspannt-britische Atmosphäre, die sich von den Luxusresorts deutlich unterscheidet. Sharjah Wanderers ist für Golfer interessant, die das 'authentische Clubgolf'-Erlebnis der VAE kennenlernen wollen. Externen Spielern gegenüber offen.
10. Towerlinks Golf Club, Ras Al Khaimah
Towerlinks ist ein weiterer Kurs in Ras Al Khaimah, konzipiert als zugängliches Angebot im nördlichsten Emirat. Par 72, rund 6.200 Meter. Der Kurs liegt in der Nähe von Wohngebieten und ist für Residenten und Touristen gleichermaßen zugänglich. Towerlinks ist kein Prestigeobjekt, aber ein gut geführter Platz mit moderaten Greenfees, der die Golfinfrastruktur im weniger touristisch entwickelten Ras Al Khaimah repräsentiert. Das Emirat selbst hat Ambitionen, sich als alternatives Golftourismusziel zu Dubai zu positionieren, und Towerlinks ist ein Teil dieser Strategie.
Praktische Hinweise
Die optimale Golfzeit in den VAE ist von Oktober bis April. Temperaturen über 40 Grad im Sommer machen Golf vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang unter Flutlicht zur einzigen Option, und viele Kurse verkürzen dann ihre Öffnungszeiten. Internationale Flüge landen am Dubai International Airport oder in Abu Dhabi; die meisten Kurse sind innerhalb von 30 bis 60 Minuten erreichbar. Greenfees variieren stark: Majlis und Earth liegen in der Hochsaison bei 200 bis 400 USD, Al Hamra und Towerlinks deutlich darunter. Buchungen sollten frühzeitig erfolgen, da die Wintersaison sehr beliebt ist. Karte öffnen für eine Gesamtübersicht aller Golfanlagen in den Emiraten.