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Berühmte Par-3-Löcher

Das Wesen des Par-3-Lochs

Ein Par-3-Loch ist die reduzierteste Form des Golfs: ein Schlag auf das Grün, zwei Putts für Par. Diese Einfachheit ist trügerisch. Die größten Par-3-Löcher der Welt sind keine Erholungspausen zwischen schwierigen Par-4s und -5s — sie sind eigenständige Charaktere mit eigener Geschichte, eigenem Charakter und eigenem Schrecken. Auf vielen Plätzen sind die Par-3-Löcher die Momente, an die Spieler sich noch Jahre später erinnern.

17. Loch, TPC Sawgrass, Florida

Kein Par-3-Loch auf der Welt ist bekannter als das 17. in TPC Sawgrass, dem Heimkurs des Players Championship. Die Länge variiert je nach Tee-Position zwischen 120 und 145 Metern — eine Distanz, die für erfahrene Golfer problemlos erscheint. Der Unterschied: Das Grün ist eine Insel. Ringsherum Wasser. Eine schmale Verbindungsbrücke führt hinüber; ein Fehler in irgendeiner Richtung bedeutet Strafschlag und Drop.

Pete Dye entwarf das Loch Anfang der 1980er Jahre, und der Überlieferung nach geschah der Entwurf aus einer Improvisation: Dye ließ an dieser Stelle eine flache, wenig interessante Stelle des Geländes als Insel ausstechen — und schuf damit eines der meistfotografierten und meistzitierten Golflöcher der Geschichte. Auf der PGA Tour versenkten Spieler im Laufe der Jahrzehnte weit über 100.000 Bälle im umgebenden Wasser.

12. Loch, Augusta National Golf Club, Georgia

Das 12. Loch in Augusta — benannt 'Golden Bell' — ist das kürzeste Par-3 auf einem Majorkurs der modernen Ära: nur 155 Meter, aber eines der psychologisch verheerendsten Golflöcher weltweit. Rae's Creek verläuft vor dem Grün, zwei tiefe Bunker liegen hinten, und das Grün selbst ist schmal und nach vorn geneigt.

Was das Loch besonders macht, sind die Winde. Im tiefen, kesselartig eingeschnittenen Amen Corner — dem Bogen aus Löchern 11, 12 und 13 — ist der Wind oft doppelt unberechenbar: Was auf dem Abschlag aus einer Richtung kommt, dreht sich auf dem Weg zum Grün. Tiger Woods hat hier sowohl im zweiten als auch im vierten Schlag das Wasser getroffen; Sergio García spielte 2018 eine berüchtigte Acht auf diesem Loch und schied damit praktisch aus dem Turnier aus.

7. Loch, Pebble Beach Golf Links, Kalifornien

Pebble Beachs siebtes Loch ist das kürzeste der großen Par-3s auf dieser Liste: 107 bis 120 Meter, direkt am Pazifischen Ozean gelegen, mit einem kleinen, von Bunkern umgebenen Grün auf einer Landzunge hoch über dem Wasser. Was die Distanz harmlos wirken lässt, macht der ozeanische Wind zunichte — an windigen Tagen kann dasselbe Loch ein 5-Eisen erfordern, wo es bei Windstille ein Pitching Wedge ist.

Tom Watson chippte bei dem U.S. Open 1982 aus dem tiefen Rough neben dem 17. Grün direkt ins Loch — ein Schlag, der das Turnier entschied. Das 7. in Pebble hatte an diesem Tag bereits seinen Teil zum Spannungsverlauf beigetragen. Der Blick auf die Monterey Bay ist einer der schönsten in der Welt des Golfsports; die Kombination aus Landschaft und Schrecken macht es unverwechselbar.

8. Loch, Cypress Point Golf Club, Monterey Peninsula

Cypress Point wurde 1928 von Alister MacKenzie entworfen und ist privat — die meisten Golfer werden es nie spielen. Das macht das 16. Loch, ein legendäres Par-3 über den Pazifik, berühmt; aber auch das 8. Loch ist ein Meisterwerk der Platzerstellung. Es ist ein kürzeres Par-3, bei dem der Abschlag über einen kleinen Meeresarm führt, mit dem Pazifik rechts und einem Loch, das vollständig in natürliche, felsige Küstenlandschaft eingebettet ist.

Cypress Point taucht in jedem seriösen Ranking der schönsten und besten Golfplätze der Welt auf — und das vollständige Spielen des Kurses bleibt ein Traum für die meisten Golfer, selbst professionelle.

3. Loch, Oakmont Country Club, Pennsylvania

Oakmont ist der härteste Kurs in der Geschichte der US Open — keine andere Anlage hat so viele Turniere im Durchschnitt so weit über Par ausgetragen. Das 3. Loch, ein 186-Meter-Par-3 bergabwärts, hat ein Grün, das zu den schnellsten Turnierflächen weltweit gehört. Die tiefste, härteste Sektion von Oakmont: keine Gnade, keine einfachen Lösungen.

Der 'Church Pews'-Bunker, der parallel zum 3. und 4. Fairway liegt, gehört zu den architektonischen Ikonen des amerikanischen Golfs — ein Bunker mit parallelen Grasgräten, die eine präzise Ausstiegslinie fast unmöglich machen. Das Par-3 daneben ist vergleichsweise subtiler, aber genauso unberechenbar.

17. Loch, Royal Troon Golf Club, Ayrshire

Das 'Postage Stamp' — Briefmarke — ist eines der kürzesten Par-3-Löcher, die je für ein Major gespielt wurden: zwischen 115 und 125 Metern, je nach Tee-Position. Aber das Grün ist so schmal, dass ein Wedge-Schlag von fünf Metern daneben im tiefen Rough oder in einem der umgebenden Bunker verschwindet.

Gene Sarazen spielte hier 1973 im British Seniors-Tournament ein Hole-in-One — im Alter von 71 Jahren. Das Loch hat seit 1923 regelmäßig Open Championships mitgeprägt und gehört zu den meistdiskutierten kurzen Löchern in der britischen Golfgeschichte.

Was ein Par-3-Loch unvergesslich macht

Die großen Par-3-Löcher dieser Liste teilen ein Merkmal: Sie schaffen einen Moment der Konfrontation zwischen Spieler und Risiko, bei dem Ausweichen keine Option ist. Der Ball muss fliegen — auf das Grün oder ins Wasser, auf die Fläche oder in den Bunker. Die Entscheidung ist binär, aber die Ausführung ist es nicht.

Wer diese Plätze selbst bereisen möchte — Pebble Beach und TPC Sawgrass sind öffentlich zugänglich — oder andere berühmte Par-3-Löcher weltweit entdecken will, findet auf der interaktiven Karte eine nützliche geografische Übersicht aller eingetragenen Golfanlagen.