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Die 10 besten Golfplätze in Oregon

Oregon ist einer der bedeutendsten Golfstaaten der USA — nicht wegen Tradition oder Bevölkerungsdichte, sondern wegen einer einzigartigen Konzentration von Weltklasseplätzen an seiner südlichen Küste. Bandon, ein kleines Städtchen an der Pazifikküste, hat sich dank der Vision eines Unternehmers und einer Handvoll brillanter Architekten zur Pilgerstätte für Golfer aus aller Welt entwickelt. Daneben hält Oregon weitere interessante Plätze in der Willamette Valley-Region und im Portland-Umland bereit. Die Saison ist ganzjährig spielbar, wobei Regen im Winter zum Charakter der Küstenplätze gehört — wer Links-Golf liebt, nimmt das in Kauf. Öffnen Sie die Karte für alle Oregon-Plätze.

1. Bandon Dunes Golf Course, Bandon

Bandon Dunes war das Projekt, das alles veränderte. Mike Keiser, ein Grußkartenunternehmer aus Chicago, kaufte 1999 rohes Küstengelände in Oregon und beauftragte David McLay Kidd mit dem Design des ersten Kurses. Kidd nutzte die natürlichen Dünen, das raue Grasland und die Klippen über dem Pazifik für einen echten schottischen Linksplatz auf amerikanischem Boden. Gerippte Fairways, tiefe pot bunkers, springendes Spiel auf festem Boden — alles hier ist links. Bandon Dunes öffnete 1999 und war sofort in nationalen Rankings vertreten. Öffentlich zugänglich; empfohlen für Wanderrunden ohne Buggy — Caddies und Pushcarts sind der Standard.

2. Pacific Dunes Golf Course, Bandon

Tom Doak, der Architekt-Purist, entwarf Pacific Dunes 2001 — zwei Jahre nach Kidd — auf demselben Bandon-Komplex. Wo Bandon Dunes breit und geerdet ist, ist Pacific Dunes dramatisch: der Kurs liegt höher, kommt näher an die Klippenkanten, und die Pazifikblicke sind auf mehreren Löchern schier überwältigend. Loch 11, ein Par 3 über eine tiefe Schlucht mit dem Ozean im Hintergrund, gilt als eines der schönsten Löcher in den USA. Golf Digest hat Pacific Dunes mehrfach unter die zehn besten Plätze Amerikas gewählt — eine Einschätzung, die schwer zu widersprechen ist. Öffentlich; empfohlen für den zweiten Tag am Resort.

3. Old Macdonald Golf Course, Bandon

Old Macdonald ist eine Hommage an Charles Blair Macdonald, den Pionier des amerikanischen Platzbaus. Tom Doak und Jim Urbina gestalteten 2010 einen Kurs, der bewusst Macdonalds Philosophie von großen, freistehenden Grüns und klassischen Loch-'Typen' — Biarritz, Redan, Eden, Cape — wiederbelebt. Die Fairways sind ungewöhnlich breit; der Kurs bestraft das gedankenlose Spiel nicht durch Enge, sondern durch die Position zu den gut abgestuften Grüns. Old Macdonald ist der intellektuellste der Bandon-Kurse und wird von Architektur-Enthusiasten oft als der befriedigendste bezeichnet. Öffentlich; Teil des Bandon-Resort-Komplexes.

4. Bandon Trails Golf Course, Bandon

Bandon Trails unterscheidet sich von den drei anderen Hauptkursen des Resorts: kein Ozean, kein Küstenblick. Bill Coore und Ben Crenshaw entwarfen 2005 einen Inland-Kurs durch Dünen, dichten Wald und offene Heide — drei distinkte Charakterzonen in einer Runde. Ohne die ozeanische Dramatik der Schwesterkurse muss Trails durch Platz-Intelligenz überzeugen, und es gelingt: die Übergänge zwischen den Habitaten, die Überraschungsmomente und die technische Reinheit der Grüns machen den Kurs zu einem gleichwertigen Partner. Öffentlich; viele Besucher spielen alle vier Bandon-Kurse hintereinander.

5. Pumpkin Ridge Golf Club (Ghost Creek), North Plains

Pumpkin Ridge liegt westlich von Portland im Wald der Tualatin Mountains — ein ganz anderer Oregon als die Küstenlinksplätze. Bob Cupp entwarf 1992 zwei Kurse: Ghost Creek (halböffentlich) und Witch Hollow (privat). Ghost Creek gewann sofortige Aufmerksamkeit und war Austragungsort der US Amateur 1996 (Tiger Woods' letzter Amateur-Titel) und der LPGA-Turniere in den 1990er Jahren. Der Waldparklandkurs kombiniert enge, baumgesäumte Fairways mit Creekquerungen und gut gestalteten Grüns. Für Portland-Besucher erreichbar; Green Fees im mittleren Bereich.

6. Crosswater Club, Sunriver

Crosswater ist Oregons führendes Resort-Erlebnis außerhalb der Küste. Bob Cupp entwarf 1995 einen Kurs auf einer Halbinsel, die vom Deschutes River und Little Deschutes River umschlossen wird, in der Ponderosa-Kiefernlandschaft Zentraloregons. Die Bachquerungen an fast jedem Loch und die hohen Kiefern erzeugen eine nahezu alpines Ambiente. Crosswater ist dem Resort Sunriver Owners Association vorbehalten, aber Gäste des Resorts können buchen. Cascade-Range-Gipfel — Three Sisters, Broken Top, Mount Bachelor — bilden den westlichen Horizont.

7. Running Y Ranch Golf Course, Klamath Falls

Running Y liegt in Südoregon, nahe dem Klamath See — einer der besten Vogelbeobachtungsregionen Nordamerikas. Arnold Palmer und Ed Seay entwarfen einen Kurs, der die offene Sagebrush-Landschaft Südoregons nutzt; hier ist nichts von der Dichte der Küstenplätze, aber die Weiträumigkeit und der blaue Himmel über dem Hochplateau haben ihren eigenen Charme. Der Resort-Kurs ist öffentlich zugänglich und bietet gutes Preisleistungsverhältnis; Klamath Falls ist ein sinnvoller Halt auf dem Weg in den Crater Lake National Park.

8. Trysting Tree Golf Club, Corvallis

Trysting Tree ist der beste öffentliche Platz in der Willamette Valley-Region. Larry Packard entwarf 1988 einen Kurs auf ebenen Flussauen nahe der Oregon State University; die Kombination aus flachem Terrain, alten Eichen und gutem Wasservorkommen macht den Kurs angenehm spielbar und in gutem Zustand. Für den Corvallis-Eugene-Korridor ist Trysting Tree eine zuverlässige Adresse: öffentlich, gepflegt, vernünftig bepreist.

9. The Reserve Vineyards and Golf Club, Aloha

The Reserve kombiniert Golf und Willamette Valley-Weinlandschaft. John Fought entwarf zwei Kurse — South (öffentlich) und North (halböffentlich) — auf ehemaligem Farmland westlich von Portland. Sanfte Hügellandschaft, Wasserhindernisse und Weinberge als Hintergrund prägen das Bild; der South Course bietet solides Spiel ohne extreme Herausforderung. Gut gebucht von Portland-Area-Golfern; gut verknüpfbar mit Weingutbesuchen in der Region.

10. Eagle Crest Resort, Redmond

Eagle Crest liegt in der Hochwüste Zentraloregons — Ponderosa-Kiefern, Sage-Strauchland und der weite Blick über das Hochplateau bis zu den Cascade-Vulkanen. Das Resort betreibt mehrere Kurse unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit; der 'Ridge' Course bietet die besten Bedingungen für ernsthafte Golfer. Redmond ist für Besucher des Bend-Tourismusgebiets eine vernünftige Golfoption; die Stadt liegt nahe Smith Rock und den Skigebieten des Mt. Bachelor. Öffentlich; moderate Green Fees.

Saison, Anreise und Greenfees

Oregons Küste ist ganzjährig spielbar, aber von November bis März ist Regen wahrscheinlich; Links-Enthusiasten aus Schottland oder Irland werden das wenig stören. Die Hochsaison an den Bandon-Plätzen ist Mai bis Oktober. Portland International Airport ist das Hauptdrehkreuz; für Bandon empfehlen sich kleinere Flüge nach North Bend/Coos Bay oder Fahrten von etwa vier Stunden von Portland. Bandon-Plätze kosten typischerweise 200–350 Dollar; städtische Plätze rund um Portland und im Willamette Valley liegen bei 50–100 Dollar. Karte öffnen und Oregon entdecken.