← Zurück zum Blog

Die 10 besten Golfplätze auf der Monterey Peninsula

Es gibt Orte auf der Erde, an denen Geologie, Klima und menschliche Gestaltungskunst eine Kombination eingehen, die im Golf unerreicht ist. Die Monterey Peninsula an der Zentralküste Kaliforniens ist einer dieser Orte. Auf einem Küstenstreifen von kaum zwanzig Kilometern liegen Plätze, die regelmäßig die obersten Ränge der weltbesten Golfkurse belegen: Pebble Beach, Cypress Point, Spyglass Hill, Monterey Peninsula Country Club. Die Landschaft ist das entscheidende Element – verwittertes Granit, Monterey-Zypressen, die vom Pazifikwind zu bizarren Formen gebogen werden, türkisfarbenes kaltes Wasser, das brandende Wellen gegen Felsklippen schlägt. Golf auf der Monterey Peninsula ist kein Sport; es ist ein Naturerlebnis mit Schlägern. Die interaktive Karte bietet einen Überblick aller kartierten Anlagen der Region.

1. Pebble Beach Golf Links, Pebble Beach

Pebble Beach ist einer der bekanntesten Golfplätze der Welt und seit seiner Eröffnung 1919 Austragungsort von mehr US Open Championships als jeder andere öffentliche Platz. Entworfen von Jack Neville und Douglas Grant, später verfeinert durch Arbeiten von H. Chandler Egan und jüngst durch Jack Nicklaus, misst der Kurs rund 6.900 Meter, Par 72. Die berühmten Küstenlöcher 4 bis 10 spielen auf Felsenvorsprüngen unmittelbar über dem Pazifik; das 7., ein kurzer Par-3 zum Grün auf einer Landzunge, und das 18., ein langer Par-5 entlang der Monterey Bay mit einer riesigen Eiche links des Grüns, sind zu Ikonen des Golfsports geworden. Jack Nicklaus beschrieb seinen Chip-In auf Loch 17 im US Open 1972 als den größten Schlag seiner Karriere. Pebble Beach ist öffentlich zugänglich; Greenfees liegen bei über 600 US-Dollar, und Startzeiten müssen Monate im Voraus gebucht werden.

2. Cypress Point Club, Pebble Beach

Cypress Point ist Alister MacKenzies Meisterwerk – und nach Meinung vieler Kritiker der schönste Golfplatz der Welt. Der 1928 eröffnete Privatclub enthält zwei der legendärsten Löcher in der Geschichte des Golfsports: das 15. und das 16., zwei aufeinanderfolgende Par-3-Löcher über den Pazifischen Ozean. Das 16. – Abstand vom Abschlag zum Grün über offenes Wasser beträgt je nach Abschlagposition zwischen 160 und 230 Metern – fordert einen Schlag, der mehr Mut als Technik verlangt. Das Alternativrouting entlang der Küste für weniger tapfere Spieler ist MacKenzies humorvoller Eingeständnis menschlicher Grenzen. Cypress Point ist ausgesprochen privat; Zugang ist ausschließlich über Mitglieder-Einladungen möglich. Es wurde von der PGA Tour aus dem Turnierkalender gestrichen, weil es keine Minderheitenmitgliedschaft aufnehmen wollte; es änderte diese Politik seither, bleibt aber privat.

3. Spyglass Hill Golf Course, Pebble Beach

Spyglass Hill gehört zur Pebble Beach Resorts-Familie und ist das anspruchsvollste der öffentlich zugänglichen Layouts auf der Halbinsel. Robert Trent Jones Senior entwarf den Kurs, der 1966 eröffnete; Par 72, rund 6.900 Meter. Der Kurs beginnt auf Küstenhügeln mit weitem Pazifikblick und taucht dann in die dunklen Del-Monte-Wälder aus Monterey-Kiefern ein – ein Stimmungswechsel nach Loch 6, der fast theatralisch wirkt. Die Waldlöcher sind lang, eng und mit gefährlichen Grünkonturen versehen; die Scorecard zeigt nach 18 Löchern fast immer ein Ergebnis, das schlechter ist als erwartet. Gastspiele über Pebble Beach Resorts buchbar; Greenfees um 350–400 US-Dollar.

4. Monterey Peninsula Country Club (Shore Course), Pebble Beach

Der Shore Course des Monterey Peninsula Country Club ist der am wenigsten bekannte, aber keineswegs weniger spektakuläre Küstenkurs der Halbinsel. Seth Raynor entwarf das ursprüngliche Layout; der Shore Course folgt dem felsigen Ufer der Stillwater Cove und bietet Küstenblicke auf manchen Löchern, die denen von Pebble Beach an Dramatik kaum nachstehen. Par 71, rund 6.800 Meter. Der Club hat mehrfach das AT&T Pebble Beach Pro-Am mitausgetragen. Privatclub; begrenzte Gastzeiten über spezialisierte Golf-Reisebüros.

5. Poppy Hills Golf Course, Pebble Beach

Poppy Hills ist der NCGA-Course (Northern California Golf Association) und der einzige Platz der Monterey Peninsula, der primär einem Golfer-Mitgliedsverband gehört. Robert Trent Jones Junior entwarf das 1986 eröffnete Layout, das in den Del-Monte-Wäldern zwischen Pebble Beach und Carmel gelegen ist. Par 72, rund 6.900 Meter. Lange Jahre war Poppy Hills Teil der AT&T Pro-Am-Rotation; es wurde später durch Pebble Beach Golf Links als dritter Platz ersetzt. Als öffentlicher Kurs mit solider Holz- und Waldatmosphäre ist er eine gute Alternative zur Küstenspektakularität der Nachbarplätze.

6. The Links at Spanish Bay, Pacific Grove

Spanish Bay ist das jüngste Projekt der Pebble Beach Resorts und wurde 1988 von Robert Trent Jones Junior, Tom Watson und Sandy Tatum gemeinsam entworfen – eine ungewöhnliche Zusammenarbeit, die einen Kurs mit echter Links-DNA produzierte. Par 72, rund 6.800 Meter. Der Kurs liegt am Point Joe, einem Abschnitt der 17-Mile Drive Küste, und ist der windexponierteste Platz der Halbinsel. Abendliche Dudelsackmusik am 18. Grün ist Teil der Pebble-Beach-Resorts-Rituals. Für Besucher ein wertvolles Gegengewicht zu den baumgeschützten Waldkursen; Greenfees um 300–350 US-Dollar.

7. Quail Lodge Golf Club, Carmel

Quail Lodge liegt im Carmel Valley, wenige Kilometer östlich des Küstenrummels, und bietet eine entspanntere, wärmere Alternative. Das 18-Loch-Layout – Par 71, rund 6.100 Meter – von Robert Muir Graves nutzt das Tal-Terrain mit Teichen und Eichenbestand. Quail Lodge richtet sich an Resort-Gäste und lokale Spieler, die nach Alternativen zu den Küstenmonumenten suchen. Die Temperaturen im Carmel Valley sind spürbar wärmer als an der Küste; Windjacke ist hier seltener nötig.

8. Pacific Grove Golf Links, Pacific Grove

Der öffentliche Gemeindekurs von Pacific Grove liegt am nördlichen Ende der 17-Mile Drive-Route nahe Asilomar State Beach. Der Kurs – 18 Löcher, Par 70, rund 5.500 Meter – bietet günstigstes Küstengolf auf der Monterey Peninsula: Greenfees liegen unter 100 US-Dollar und manchmal deutlich darunter. Das Layout ist nicht spektakulär, aber die Küstenlöcher der hinteren Neun haben Momente, in denen die Schönheit der Peninsula auch auf vergleichsweise bescheidenem Niveau aufscheint.

9. Bayonet & Black Horse Golf Course, Seaside

Bayonet und Black Horse sind zwei 18-Loch-Kurse auf dem ehemaligen Fort Ord Militärgelände östlich von Monterey. Beide Kurse wurden von Major Robert Dean Putnam entworfen; Bayonet ist der anspruchsvollere der beiden, berühmt für seine Länge und körperliche Anforderungen. Par 72, rund 7.100 Meter. Black Horse ist zugänglicher, aber ebenfalls technisch ernsthaft. Beide sind heute öffentlich zugänglich und repräsentieren den besten Wert auf der gesamten Halbinsel – exzellente Konditionen zu einem Bruchteil der Pebble-Beach-Preise.

10. Carmel Valley Ranch Golf Course, Carmel Valley

Das Carmel Valley Ranch Resort besitzt einen 18-Loch-Kurs, der von Pete Dye entworfen und nach seinem Tod von seinem Sohn P.B. Dye ausgebaut wurde. Par 70, rund 5.900 Meter vom hinteren Abschlag; aber Dye-typisch: was an Länge fehlt, kompensiert die Anlage durch Topographie und Teufelei. Steigende Fairways, Abgründe rechts von Schlüssellöchern und Grüns, die an undurchsichtigen Positionen enden, machen Carmel Valley Ranch zu einem der hinterlistigsten Kurse der Region.

Praktische Hinweise für eine Golfreise auf die Monterey Peninsula

Die Monterey Peninsula ist das ganze Jahr über bespielbar; die Monate Oktober bis März bringen häufig Stürme, aber auch die dramatischsten Licht- und Meeresstimmungen. Sommer ist neblig und kalt entlang der Küste – Windbreaker sind in allen Monaten Pflicht. Pebble Beach verlangt über 600 US-Dollar Greenfee; Spanish Bay, Spyglass und Poppy Hills liegen zwischen 200 und 400 US-Dollar. Bayonet und Black Horse bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis unter 100 US-Dollar. Der Monterey Regional Airport empfängt Direktflüge aus Los Angeles und San Francisco; von San Francisco ist die Halbinsel in knapp zwei Stunden per Auto erreichbar. Buchungen bei Pebble Beach und den anderen Resort-Kursen sollten idealerweise sechs Monate im Voraus erfolgen. Die interaktive Karte zeigt die Lage aller verzeichneten Kurse auf einen Blick.